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Auf dieser Seite möchte ich kurz auf meine Haltung der Diskusfische eingehen.
Grundsatz
Wer diese wundervollen Fische pflegen will, muss sich im klaren sein, das dies mit mehr Kosten und Zeit verbunden ist, wie dies bei einem kleinen Gesellschaftsbecken der Fall ist. Sie benötigen ein größeres Becken, höhere Wassertemperaturen, bessere Filter und einen häufigeren Wasserwechsel. Ebenso sollten sie mit den Wasserwerten und Filtertechnik (mechanisch, biologisch, usw) vertraut sein. Hatte neulich erst wieder einen Interessenten der vom Gesellschaftsbecken 160 Liter! auf Diskusfische umsteigen will und keinen einzigen Wasserparameter von seinem Becken kannte. Der Kontakt ist dann leider abgebrochen, wahrscheinlich hat er einen Händler gefunden der nicht so viele Fragen gestellt hat. Es gibt gute Bücher und Fachzeitschriften oder Internetseiten.
Wasser
Hier könnte ich immer über dem Zusatz “in Leitungswasser aufgezogen” schmunzeln. Da in Deutschland sehr unterschiedliche Arten von Leitungswasser vorzufinden sind, sagt dieser Zusatz überhaupt nichts über die Qualität des Wassers aus. Diese Züchter verfügen über ein Leitungswasser wovon andere nur Träumen (ich eingeschlossen). Ich mische mein Wasser aus Osmosewasser und Leitungswasser das über einen Reiser-Blockfilter läuft. Somit erhalte ich ein Wasser mit einem Leitwert von ca.700µS und einen pH-Wert von 7,7. Der pH-Wert bendelt sich in den Becken meist auf ca.6,5 ein. Die Wassertemperatur liegt zwischen 28-30°C.
Wasserwechsel je nach Besatz der Becken und alter der Tiere von täglich 20% bis alle zwei Tage 10%.
Für die Zucht verwende ich ausschließlich Osmosewasser, welches mit Eichenextrakt angesäuert wird. Dazu lege ich noch einen Beutel mit Torf in den Filter. Zum Abschluß gebe ich noch ein Seemandelbaumblatt dazu. Der pH-Wert liegt bei 5,7-6, der Leitwert bei 200-250µs.
Filter
Ich habe in jedem Becken einen Dreikammerfilter eingeklebt. Der Wasserzulauf erfolgt über blauen Filterschaumstoff. Danach Filterwatte, Lavalit und Sinterglasröhrchen. Der Nachteil ist das der Schmutz im Becken bleibt bzw. sich im blauen Filterschaumstoff festsetzt. Im März werde ich ein Becken mit einem externen Biofilter betreiben (Test für meinen zukünftigen Neubau der Anlage). Das Wasser läuft über einem 32mm PVC-Rohr in einen Sieb mit Filterflies (täglich gereinigt) welcher über dem Filter hängt. Danach fliest das Wasser über blauen Filterschaum, Lavalit und Sinterglas, in welches ich ein wenig Schwefelgranulat für die autotrophe Denitrifikation einstreuhe. Danach wird das Wasser mit einer Pumpe über einen Rieselfilter geschickt und sammelt sich in der letzten Kammer des Biofilters. Hier wird es mit einer weiteren Pumpe zurück ins Aquarium befördert. Der Filter hat ein Volumen von 160 Litern, das Aquarium 450 Liter. In diesem Becken möchte ich 30 Pigeon Blood Red aufziehen die Zurzeit ca. 4 Wochen alt sind. Ebenso werde ich das erste Mal einen UVC Filter für dieses Becken testen.
Einrichtung
Ich habe in jedem Hälterungsbecken eine kleine Wurzel liegen. Als Pflanzen habe ich einen Bund Indischer Wasserfreund (Überschuss aus meinem Gesellschaftsbecken), dieser bekommt dann kleinere Blätter und ist wächst nicht mehr so dicht (kein Dünger, weniger Licht). Der Bund wird durch einen Lavastein am Boden fixiert. Ebenso habe ich eine geringe Menge an feinen Kies im Becken (nicht mal 1cm) den die Diskus gerne durchkauen/durchblasen.
Mitbewohner
Hier habe ich ein paar Antennenwelse und Süßwassergarnelen. Die Garnelen waren ursprünglich als Futter gedacht (Hauptnahrung in der Natur). In meinen Becken fressen sie Seite an Seite mit den Diskus Rinderherz, Mückenlarven usw. Lediglich der Nachwuchs der Garnelen wird als Zusatznahrung angesehen, da keine mehr Hochkommen, obwohl die Weibchen ständig Eier mit sich herumschleppen.
Ernährung
Hier verwende ich verschiedene Rinderherzmischungen, verschiedene Mückenlarven und Artemia. Im Frühjahr fange ich noch weiße Mückenlarven in den Pfützen unseres Waldes. Ab und zu gibt es auch einen Regenwurm. Gefütter werden die kleinen Fische so oft wie möglich wenn man eben nach oder vor der Arbeit Zuhause ist. Die Großen dreimal täglich.
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